Nach dem Tadel für die Pflichteinrichtung von Thilo Mischke (44) als Moderator sowie dem nachfolgenden Rückzug der ARD Die Sendergruppe stellt ihre Kultursendung "ttt - titel, thesen, temperamente" als Neues vor. Nach Angaben in einer Erklärung wird das alternierende Projekt der sechs ARD-Mitgliedsanstalten fortan ständig bei einem Sender ausgestrahlt.
Der Journalist und Autor Mischke sollte eigentlich im Februar dieses Jahres der neue Co-Moderator von „ttt“ werden. Danach passierten Gegen Mischke wurden insbesondere Anschuldigungen wegen sexistischer Haltungen erhoben. Es drehte sich hauptsächlich um Mischkes Roman "In 80 Frauen um die Welt" von 2010. Als die Kritik zunahm, gab die ARD nach ihrem anfänglichen Standpunkt zurück und korrigierte ihre Position.
Nach dem "ttt"-Eklat kündigt der Sender Änderungen an.
„Die Debatte über ‚ttt – titel, thesen, temperamente‘ und die schließlich gefasste Entscheidung zur Ablehnung der schon angekündigten Kooperation mit Thilo Mischke haben sowohl den beteiligten Parteien als auch dem Ruf der ARD geschadet“, gab die Sendergemeinschaft in ihrem neuesten Erklärungsversuch zu erkennen. „Zur Vermeidung einer Wiederholung dieser Situation werden wir beim nächsten Mal vorsichtiger vorgehen bei ‘ttt ' strukturelle Veränderungen vor.“
Es wurde beschlossen, dass die Führung für die nächsten beiden Jahre bei einem bestimmten Teil bleibt, um sicherzustellen, dass Entscheidungen schneller getroffen werden können und die Verantwortlichkeiten klar definiert sind. Der MDR wird das führende Studio für die „ttt“-Formatte übernehmen und sich außerdem als Hauptkontakt für Medien, Öffentlichkeit sowie ARD-Gremiumsgruppen verstehen.
Nach seinem Rückziehungsentscheid äußerte Thilo Mischke heftige Kritik. „Die ARD hat versagt“, teilte er dem Interview für die „Zeit“ im Februar mit. „Es ist entscheidend, dass ich verdeutliche, den kontroversen Roman vorab hatte diskutieren wollen und bereits auf mögliche Schwierigkeiten hingewiesen haben“, meinte er. „Niemand schien jedoch daran Interesse zu haben.“
ARD referiert über eine gründliche und reflexionsreiche Bearbeitung.
Die ARD gab bekannt: "Die jahrelang erfolgreiche Zusammenarbeit mehrerer ARD-Stationen beim Format 'ttt' ist im Jahr 2024 an einem Wendepunkt angelangt, was uns sehr bedauerlich erscheint. Es sind Unstimmigkeiten aufgetreten, die nicht geschehen dürften – wie eine gründliche und ehrliche internationale Bewertung gezeigt hat."
Aus diesen Erlebnissen heraus nimmt das Sendernetzwerk jetzt konkrete Folgerungen. „Wir sehen diese Angelegenheit als Gelegenheit, um unsere aktuellen Richtlinien innerhalb der ARD zu prüfen und zielgerichtet weiter auszubauen. Zudem haben wir neue bindende Kriterien für Castings bei uns in der ARD festgelegt."
Die ARD setzt sich für „Professionalität, Engagement und eine respektvolle Behandlung“ von Themen und Protagonisten ein. Diese Zielsetzung bleibt unverändert bestehen. „Wir sind dazu bereit, uns daraufhin abzubilden. Darunter fallen auch die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und unsere Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
Nachdem die ARD Mischke ausgeschlossen hat, wird offensichtlich, dass es eine schlechte Entscheidung war. , denkt unser Autor.